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WSW 3/4/5 Energie bei Xing
Strom und Erdgas in NRW

KfW empfiehlt Strategien gegen Rohstoffknappheit

Eine von der KfW in Auftrag gegebene Studie mit dem Titel "Kritische Rohstoffe für
Deutschland" untersucht erstmalig umfassend die Risiken der Versorgung Deutschlands mit mineralischen Rohstoffen (Metalle, Industriemineralien, Steine und Erden) unter Berücksichtigung der weltweit steigenden Nachfrage durch Zukunftstechnologien.

Die Studie stuft die künftige Versorgungslage von 13 mineralischen Rohstoffen als "kritisch" bzw. "sehr kritisch" ein. Die identifizierten kritischen Rohstoffe sind für viele Produktionszweige der deutschen Wirtschaft, für viele Zukunftstechnologien (z. B. Elektromobilität, Informations- und Kommunikationstechnik) sowie für den nachhaltigen Umbau der Energieversorgung von herausragender Bedeutung. Zu den "sehr kritischen" Rohstoffen zählen Germanium, Rhenium und Antimon, zu den "kritischen" Indium, Wolfram, Seltene Erden, Gallium, Palladium, Silber, Zinn, Niob, Chrom und Bismut.

Hohe Versorgungsrisiken ergeben sich für diese Rohstoffe insbesondere durch die Konzentration der globalen Rohstoffproduktion auf wenige Länder, vor allem auf China. Bei einzelnen Rohstoffen ergeben sich darüber hinaus Marktrisiken durch ein geringes Verhältnis der globalen Reserven zur globalen Produktion, so dass hier mittel- bis langfristig Versorgungsengpässe drohen können.

Desweiteren ist das Recycling einiger kritischer Rohstoffe aufgrund ihrer kleinteiligen und räumlich verteilten Verwendung erschwert. "Vor dem Hintergrund der beschriebenen Versorgungsrisiken wird es für den Technologie- und Innovationsstandort Deutschland immer bedeutender, dass die Unternehmern stärker als bisher Strategien für eine nachhaltige Rohstoffsicherung entwickeln“ betont KfW-Chefvolkswirt Norbert Irsch. Dies könne etwa durch Beteiligungen an Bergbauprojekten geschehen. Um den primären Rohstoffbedarf insgesamt zu senken und damit die Importabhängigkeit zu verringern, sollten von den Unternehmen zudem verstärkt Maßnahmen zum effizienteren Einsatz von Ressourcen und zur Nutzung von Sekundärrohstoffen umgesetzt werden, so Irsch weiter.

Die Kurz- und Langfassung der Studie "Kritische Rohstoffe für Deutschland" sowie ein separater Anhang mit Rohstoffprofilen für ausgewählte Rohstoffe stehen online bereit unter www.kfw.de/research.



 

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